Kohlmeise (Parus major)

Die Kohlmeise kommt in ganz Europa vor und lebt in unseren Gefilden das ganze Jahr über und ist häufig in der Nähe von Siedlungen des Menschen anzutreffen. Sie turnt wie andere Meisen sehr geschickt im Geäst, ist aber diejenige Meise, die man bei der Futtersuche am häufigsten am Boden antrifft. Ihre Grösse beträgt ca. 14 cm mit einer Masse von 16-21 g.

Kohlmeise männlich

Es ist die grösste aller in Europa vorkommenden Meisen. Durch den auffallenden gelben Bauch und das schwarze Band über Brust und Bauch, welches bei den Männchen ausgeprägter ist als bei den Weibchen, ist die Kohlmeise kaum zu verwechseln. Im Gegensatz zu einigen anderen Vogelarten singt sie auch im Winter. Da die Kohlmeise über einen sehr variablen Gesang verfügt und oft auch andere Meisenarten imitiert, braucht es etwas Übung, um den arttypischen Klang

herauszuhören.

Kohlmeise männlich

Die Kohlmeise ernährt sich zwar auch aus Samen und Früchten, während der Jungenaufzucht sammelt sie aber vor allem Insekten, Larven und andere Kleintiere (Spinnen, Schnecken, Regenwürmer). Im Winter ist sie eher vegetarisch mit Samen, Knospen, Früchten und Beeren.

Die Aufzucht einer Brut bedeutet für beide Eltern viel Arbeit, müssen insgesamt doch etwa 10'000 Raupen zum Nest gebracht werden.

Kohlmeise weiblich

Im April beginnen die Meisenweibchen mit dem Eierlegen. Aus den sieben bis acht Eiern schlüpfen nach durchschnittlich dreizehn Tagen die noch nackten jungen Meisen. Acht bis neun Tage nach dem Schlüpfen öffnen die zuvor blinden Nestlinge die Augen und verfügen schon über ein Federkleid. Von fünf geschlüpften Jungvögel überleben nur deren vier die ersten drei Wochen und fliegen dann aus.

Kohlmeisen, die den ersten Winter überstanden haben, werden etwa zwei bis drei Jahre alt.